Haarseife - So verwendest du sie richtig
- Christine Rhiel
- 14. Mai
- 3 Min. Lesezeit

Ich bin der Meinung, dass die richtige Anwendung von Haarseife bereits den größten Unterschied macht. Aus meiner Erfahrung liegen Probleme meist nicht an den Inhaltsstoffen, der Überfettung oder der Umstellung von herkömmlichem Shampoo auf Haarseife. Viel wichtiger ist, wie die Haarseife angewendet wird. Mit den richtigen Techniken kann die Haarwäsche ganz unkompliziert gelingen. Deshalb teile ich hier meine wichtigsten Tipps und Erfahrungen mit dir.
Haarseife richtig anwenden – die wichtigsten Grundlagen
- Die Haarseife gründlich aufschäumen
- Seifenrückstände sorgfältig aus den Haaren ausspülen
- Auf eine sanfte und richtige Waschtechnik achten
- Bei kalkhaltigem Wasser eine saure Spülung anwenden
Wichtig beim Haarewaschen mit Haarseife: gründlich einseifen und aufschäumen
Das richtige Aufschäumen ist besonders wichtig. Wird die Haarseife nicht ausreichend aufgeschäumt, können Fett- und Schmutzrückstände auf der Kopfhaut zurückbleiben.
So funktioniert’s:
Schäume die Seife entweder in den Händen oder direkt auf dem Kopf auf. Streiche dabei immer wieder in Wuchsrichtung über die Haare. Hilfreich ist es, die Seife vor der Anwendung kurz in warmes Wasser zu legen. Das entstandene Seifenwasser kannst du ebenfalls auf die Haare geben. Während des Waschens solltest du immer wieder etwas Wasser hinzufügen – so entsteht mehr Schaum und die Seife verteilt sich besser.
Mehrere Waschgänge können hilfreich sein
Gerade beim ersten Waschgang mit Haarseife kann es vorkommen, dass sich zunächst nur wenig Schaum bildet. Das ist völlig normal und kein Grund zur Sorge.
Häufig entsteht beim zweiten oder dritten Einschäumen deutlich mehr Schaum, da sich die Seife dann besser im Haar verteilt und erste Rückstände wie Talg und Schmutz bereits gelöst wurden. Deshalb kann es hilfreich sein, die Haare zwei- bis dreimal hintereinander einzuschäumen, bis ein reichhaltiger, cremiger Schaum entsteht.
So stellst du eine saure Rinse her
Mische:
1–3 EL Zitronensaft oder Apfelessig
mit 1 Liter kaltem Wasser
Spüle deine Haare damit nach der Haarwäsche. Die Kopfhaut solltest du dabei möglichst aussparen, da sie sonst zu stark entfettet werden kann und schneller nachfettet.
Die saure Spülung hilft gegen Kalkrückstände, verleiht den Haaren zusätzlichen Glanz und unterstützt den natürlichen, leicht sauren pH-Wert der Haare.
Manche benötigen eine Rinse nie, andere nach jeder Haarwäsche oder nur einmal pro Woche. Auch hier gilt: langsam ausprobieren, was den eigenen Haaren guttut.
Wie oft sollte man Haare mit Haarseife waschen?
Das lässt sich pauschal nicht beantworten. Grundsätzlich gilt jedoch: Weniger ist oft mehr.
Sobald sich Haare und Kopfhaut an die milde Reinigung gewöhnt haben, verlängert sich der Waschzyklus meist ganz automatisch. Viele Menschen müssen ihre Haare anfangs noch täglich waschen, weil die Kopfhaut zunächst stärker nachfettet. Mit der Zeit reguliert sich das jedoch häufig von selbst.
Gerade in der Anfangszeit kann es außerdem sinnvoll sein, die Haare pro Wäsche zwei- bis dreimal hintereinander einzuseifen.
Wie lange dauert die Umstellung von Shampoo auf Haarseife?
In der Regel dauert die Umstellung etwa sechs Wochen.
Die Kopfhaut muss sich zunächst daran gewöhnen, dass ihr nicht mehr bei jeder Haarwäsche sämtliche Fette entzogen werden – wie es bei vielen herkömmlichen Shampoos der Fall ist. Der Körper braucht etwas Zeit, um die natürliche Talgproduktion wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
Zusätzlich werden nach und nach Silikone aus den Haaren ausgewaschen. Diese sorgen bei konventionellen Shampoos zwar oft für Glanz, legen sich aber lediglich wie ein Film um das Haar. Während der Umstellung zeigt sich zunehmend die natürliche Haarstruktur.
Nach der Eingewöhnungszeit fühlen sich viele Haare kräftiger, gesünder und weniger schnell fettend an.

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